Digitales Lernen als UNTERNEHMENSKULTUR

Non scholae, sed vitae discimus

Die wichtigste Ressource eines Unternehmens sind dessen Mitarbeiter, deren Fähigkeiten und eine aktive Lernkultur. Die Art wie wir Lernen und Lehren hat sich im Laufe der Zeit stark verändert und stets an die Bedürfnisse der jeweiligen Zeit angepasst. Blicken wir auf das hier und heute – was sind demnach die Anforderungen an unsere heutige Lernkultur?

Egal ob klassisches eLearning, Blended-Learning oder die Trends des kommenden Jahres: Die großen Herausforderungen und Chancen der heutigen Lernkultur sind zweifelsfrei der digitale Wandel, digitales Lernen und deren praktische Umsetzung.


Digitales Lernen als Chance

In meinem Beitrag über die Ausbildung im digitalen Zeitalter habe ich bereits ein Best-Practice Projekt vorgestellt. Klar ist jedoch, dass Lernen nicht nach der Ausbildung oder dem Studium endet. Unternehmerischer Erfolg ist – heute mehr denn je – von den Kompetenzen und Leistungen der Mitarbeiter abhängig. Daher müssen Unternehmer ihre Mitarbeiter zur ständigen Weiterbildung überzeugen, Talente erkennen und deren Ambitionen zielgerichtet fördern.


Aus meiner Berufspraxis kann ich sagen, dass dies leichter gesagt als getan ist. Für die praktische Umsetzung sehe ich daher fünf essentielle Punkte:

  • Content Bereitstellen und Aufbereiten

Selten fehlt es einem Unternehmen an Informationen zu Prozessen, Abläufen und so weiter. Idealerweise stehen den Nutzern daher verschiedene Methoden des eLearnings zur Verfügung  – Texte, Podcasts, Videos. Während die Bereitstellung von relevanten Informationen selten ein Problem darstellt, ist deren Aufbereitung deutlich aufwendiger. Bildungsbeauftragte sind daher oftmals überfordert die Informationsflut anhand didaktischer Zielsetzungen zu selektieren und aufzubereiten.

  • Eine aktive Lernkultur lebt von Vorbildern

Ohne die Vorbildfunktion und aktive Teilnahme von Vorgesetzten scheitert die berufliche Weiterbildung schnell. Daher ist es unentbehrlich, dass diese die Bemühungen und Leistungen ihrer Mitarbeiter (an)erkennen und fördern. Vorgesetzte sollten ihre Mitarbeiter dahingehend motivieren an internen und externen eLearning Angeboten teilzunehmen, den aktuellen Lernfortschritt regelmäßig zu hinterfragen und ihre Expertise anzubieten.

  •  soziale Lernkultur etablieren

Lernen lebt von Interaktion, Austausch und Zusammenarbeit. Daher sehe ich im Blended-Learning die ideale Form der digitalen Weiterbildung. Während Mitarbeiter sich in ihrer Freizeit qualifizieren und Kompetenzen aufbauen, kann das neu gelernte in Präsenzstunden vorgestellt und diskutiert werden. Mitarbeiter entwickeln sich somit schnell zu Experten in bestimmten Bereichen und können die Stunden daher nutzen ihre praktische Erfahrungen und ihr theoretisches Wissen untereinander zu teilen.

  • Klare Kommunikation etablieren

Lernen erfordert Interaktion und Kommunikation. Während bereitgestellter Content in der Freizeit (oder in ausgewiesenen Stunden auf der Arbeit) bearbeitet wird, dienen Präsenzstunden in erster Linie dazu die Inhalte zu diskutieren und Probleme besser zu verstehen. Hierzu müssen Lehrende und Vorgesetzte jedoch angstfreie Räume schaffen, in denen die Lernenden sich ungefiltert austauschen können. Im digitalen Angebot sollten hierzu die kursinternen und -übergreifenden Foren der Learning Management Systeme und simple Lösungen wie Messenger-Dienste genutzt werden.

Egal ob schulisches oder nebenberufliches Lernen – jeder Lerner hat seine eigenen Bedürfnisse und Vorraussetzungen. Während die einen lieber autonom lernen, suchen die anderen den stetigen Austausch. Blended-Learning bietet den idealen Ansatz allen Lernenden gerecht zu werden und praktische sowie theoretische Kompetenzen aufzubauen.


Mitarbeiterkompetenz als Erfolgsfaktor

Eine ergebnisorientierte Lernkultur macht sich stets bezahlt und wirkt als Wettbewerbsvorteil. Die immer schneller werdende Neugewinnung von Informationen muss daher ernst genommen und unterstützt werden. Nur wenn die Überzeugung einer unternehmenseigenen Lernkultur aktiv gelebt wird, kann ein Unternehmen den sich stetig ändernden Anforderungen gerecht werden.

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